Nautly

Datenschutzerklärung für die App Nautly

Kurz gesagt: Nautly ist ein Logbuch, das auf Ihrem iPhone arbeitet. Ihre Törns, Ihre Spuren, Ihre Fotos und Ihre Crew-Einträge liegen auf Ihrem Gerät, und wir bekommen sie nicht zu sehen — wir betreiben keinen Server, es gibt kein Konto und keine Anmeldung.

Zwei Dinge sagen wir Ihnen trotzdem gleich hier, weil sie leicht übersehen werden: Nautly ruft für Karten und Wetter Daten bei fremden Diensten ab — dabei erfahren diese, welchen Kartenausschnitt oder welches Seegebiet Sie gerade betrachten (Abschnitt 7). Und wenn Sie ein iPhone-Backup eingeschaltet haben, liegt Ihr Logbuch mit im Backup — also bei Apple, nicht bei uns (Abschnitt 9).


1. Wer verantwortlich ist

Verantwortlich im Sinne des Schweizer Datenschutzgesetzes (revDSG) und der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO):

Marcel Fischer
Bahnhofplatz 2
4133 Pratteln
Schweiz

E-Mail: support@nautly.ch

Nautly wird von einer Privatperson herausgegeben, nicht von einer Gesellschaft.


2. Der Grundsatz: Nautly arbeitet auf Ihrem Gerät

Nautly ist als Offline-App gebaut. Das ist keine Datenschutz-Formulierung, sondern die Bauart: Auf See gibt es kein Netz, also muss das Logbuch ohne auskommen.

Daraus folgt für Ihre Daten:

Trotzdem verlassen in bestimmten Fällen Daten Ihr Gerät. Wir zählen sie hier vollständig auf, statt sie im Text zu verstreuen:

WannWas dabei übertragen wirdWo beschrieben
Seezeichen auf der KarteBetrachteter Ausschnitt, IP-Adresse7.1
Wetterabruf (läuft von selbst)Gerundete Koordinaten, IP-Adresse; Empfänger ist Apple7.2, 7.6
WährungsrechnerKursanfrage ohne Ortsangabe; Position an Apple7.3, 7.6
Seegebiet herunterladenAusschnitt, IP-Adresse7.4
SatellitenanzeigeKoordinaten, IP-Adresse7.5
Karte, Ortsnamen, HafensucheAusschnitt, Position, Suchtext7.6
Sie tippen „Mehr auf Windy.com"Gerundete Koordinaten, IP-Adresse; Empfänger ist Windyty, SE in Tschechien7.8
Sie exportieren oder teilenWas im Dokument steht6
iPhone-BackupIhr gesamter Datenbestand9

Die ersten beiden Zeilen sind die wichtigsten, weil sie ohne Ihr Zutun geschehen. Die Seezeichen-Ebene ist ab Werk eingeschaltet und lädt, sobald Sie eine Karte ansehen (Abschnitt 7.1). Und sobald Sie die Karte oder eine Wetterkachel öffnen, ruft Nautly von sich aus das Wetter für Ihre aktuelle Position ab und wiederholt das etwa alle zehn Minuten — eine Wiederholung, die nicht daran geknüpft ist, dass die Karte auf dem Bildschirm zu sehen ist (Abschnitt 7.2). Beides lässt sich beeinflussen; wie, steht in den genannten Abschnitten.


3. Welche Daten Nautly auf Ihrem Gerät speichert

KategorieWas das konkret ist
Törn-StammdatenReisename, Schiffsname, Start- und Zielhafen, Zeiten
PositionsdatenAufgezeichnete GPS-Spur mit Zeitstempel (Abschnitt 4)
Logbuch-EinträgeEreignisse, Notizen, Kurse, Wetterbeobachtungen, Motorzeiten — dazu die Position, an der ein Eintrag entstanden ist
FotosVon Ihnen ausgewählte Bilder samt Aufnahmezeit (Abschnitt 5)
Crew-AngabenKontakt-, Ausweis- und Lizenzdaten der Crew, Rollen, Seemeilen (Abschnitt 8)
UnterschriftenIhre Fingerunterschrift unter einem abgeschlossenen Logbuchtag
Schiffs- und WartungsdatenTankstände, Wartungseinträge, Ausrüstungslisten
EinstellungenIhre Voreinstellungen in der App

Woher die Daten stammen: ausschliesslich von Ihnen — durch Ihre Eingabe, Ihre Fotoauswahl und die von Ihnen gestartete Aufzeichnung.


4. Positionsdaten und Aufzeichnung im Hintergrund

Dieser Abschnitt ist der wichtigste. Nautly zeichnet auf, wo Sie sind — und tut das während eines Törns auch dann weiter, wenn die App nicht auf dem Bildschirm ist.

4.1 Was aufgezeichnet wird

Wenn Sie eine Aufzeichnung starten, speichert Nautly fortlaufend Ihre Position (geografische Breite und Länge), den Zeitpunkt der Messung sowie technische Begleitwerte wie Geschwindigkeit, Kurs und die Genauigkeitsangabe des GPS-Empfängers. Daraus entsteht Ihre Törn-Spur.

Das ist ein Bewegungsprofil. Eine solche Spur zeigt nicht nur, wo Sie waren, sondern auch wann, wie lange und in welcher Reihenfolge. Eine lange Spur kann viele tausend Punkte umfassen — bei einem mehrtägigen Törn sind Grössenordnungen von 26 000 Messpunkten realistisch. Wir schreiben das hier ausdrücklich hin, weil es der Kern dessen ist, was Nautly tut.

4.2 Wann aufgezeichnet wird — und wann nicht

4.3 Wohin die Positionsdaten gehen

Ihre Törn-Spur wird nicht an uns und nicht an Dritte übertragen. Sie bleibt in der Datenbank auf Ihrem Gerät, bis Sie sie löschen oder selbst exportieren.

Einzelne Positionen verlassen Ihr Gerät trotzdem — nicht die Spur, aber der Punkt, an dem Sie gerade sind. Das geschieht beim Wetterabruf (Abschnitt 7.2 — er läuft von selbst, sobald die Karte oder eine Wetterkachel offen ist), bei der Auflösung von Ortsnamen und Ländern durch Apple (Abschnitte 7.6 und 7.3) und bei der Satellitenanzeige (Abschnitt 7.5 — nur, wenn Sie sie eingerichtet haben). Dazu kommt der Verweis „Mehr auf Windy.com" auf der Wetterkachel: Dort geht eine Position erst hinaus, wenn Sie ihn antippen — und sie geht über Ihren Browser, nicht über die App (Abschnitt 7.8). Übertragen werden dabei Koordinaten; Ihr Name und ein Konto gehören nicht dazu. Was ein einzelner Dienst darüber hinaus erhält, steht bei ihm in Abschnitt 7.

Diese Koordinaten werden gerundet, bevor sie hinausgehen — auf zwei Nachkommastellen, das ist ein Raster von rund 1.1 Kilometern. Das gilt für den Wetterabruf, für den Ortsnamen, der dabei angezeigt wird, für die Bestimmung Ihres Aufenthaltslandes im Währungsrechner und für die Satellitenanzeige. Zwei Dinge sind davon ausgenommen, und wir schreiben sie hin, statt „wir runden alles" zu sagen: Auf Ihrem Gerät wird die Position ungerundet gespeichert (Abschnitt 4.5 — die Ortsnamen-Liste dort ist die eine Ausnahme, sie ist auf rund hundert Meter gerundet), und die Ortsnamen für die Zeitleiste eines Törns fragt Nautly ungerundet bei Apple ab. Der Verweis auf Windy.com steht daneben: Die Position in seiner Adresse wird ebenfalls gerundet, je nach App-Version aber unterschiedlich stark (Abschnitt 7.8).

4.4 Genaue oder ungefähre Position

iOS lässt Sie wählen, ob eine App Ihre genaue oder nur Ihre ungefähre Position bekommt (Einstellung „Genauer Standort"). Nautly braucht die genaue Position: Eine Ankerwache, die auf wenige Meter Drift reagieren soll, und eine Logbuchspur, die als Nachweis taugen soll, sind mit einer auf mehrere Kilometer gerundeten Position nicht möglich. Wenn Sie „Genauer Standort" abschalten, laufen diese Funktionen nicht sinnvoll. Das steht nicht im Widerspruch zur Rundung aus Abschnitt 4.3: Genau arbeitet Nautly auf Ihrem Gerät — was von dort aus hinausgeht, ist gerundet.

4.5 Weitere Stellen, an denen eine Position gespeichert wird

Neben der Törn-Spur legt Nautly an mehreren Stellen einzelne Positionen ab. Hier stehen die, die nicht zu einem einzelnen Törn gehören. Was beim Löschen mit ihnen geschieht, ist von Punkt zu Punkt verschieden — es steht deshalb bei jedem einzeln dabei und nicht in einem Satz über alle. Solange sie bestehen, bleiben sie auf Ihrem Gerät:

Weil das Löschen hier von Punkt zu Punkt anders aussieht, steht es zum Schluss noch einmal zusammen: Die Liste der aufgelösten Ortsnamen wird bei jeder Törn-Löschung geleert. Der Ort Ihres letzten Wetterabrufs verschwindet, wenn Sie Ihren letzten Törn löschen. Die Akte eines Mann-über-Bord-Vorfalls löschen Sie je Vorfall in der Vorfallliste. Der Heimathafen, die gesetzte Ankerposition, ein Wegpunkt, die Daten der Satellitenanzeige und die heruntergeladenen Kartenausschnitte hängen dagegen an keinem Törn — sie verschwinden deshalb auch nicht mit einem und bleiben, bis etwas sie überschreibt oder Sie die App vom Gerät löschen (Abschnitt 10.6). Ein älteres iPhone-Backup kann all das zurückbringen (Abschnitt 9a-1).

Nicht in dieser Liste stehen die Positionen, die zu einem Törn gehören — die Position eines einzelnen Logbuch-Eintrags, der Aufnahmeort eines Fotos (Abschnitt 5) und der Ort einer gespeicherten Wetterbeobachtung. Sie sind Teil des Törns und verschwinden mit ihm (Abschnitt 10.2).

4.6 Warum wir das dürfen


5. Fotos

Wenn Sie Fotos zu einem Törn hinzufügen, fragt Nautly Sie um Zugriff auf Ihre Fotomediathek. Sie wählen die Bilder selbst aus; Nautly durchsucht Ihre Mediathek nicht von sich aus.

Nautly legt dabei eine verkleinerte Kopie des Bildes an (längste Kante höchstens 2048 Pixel) — es merkt sich nicht nur einen Verweis in Ihre Mediathek. Die Kopie bleibt deshalb auch dann erhalten, wenn Sie das Original in Ihrer Mediathek löschen.

Beim Übernehmen liest Nautly aus den Bilddaten des Originals die Aufnahmezeit und, sofern vorhanden, die Aufnahmeposition aus. Die Zeit sortiert das Foto an die richtige Stelle der Törn-Zeitleiste, die Position zeigt es auf der Karte.

Ein Foto kann damit einen Ort verraten, den Ihre Törn-Spur nicht enthält — etwa den Liegeplatz oder Ihre Wohnadresse, wenn Sie vor dem Ablegen fotografiert haben. Wir schreiben das hin, weil es die Stelle ist, an der man es am wenigsten vermutet.

Wichtig für das, was Sie weitergeben — und hier ist die Trennung sauber:

Zusätzlich merkt sich Nautly die Kennung des Originals in Ihrer Mediathek, um dasselbe Foto nicht zweimal zu übernehmen und Ihnen auf Wunsch das Löschen des Originals anzubieten. Dieses Löschen fragt iOS Sie eigens.

Ihre Fotos bleiben auf Ihrem Gerät. Sie werden nicht an uns und nicht an Dritte übertragen — ausser Sie exportieren oder teilen sie selbst (Abschnitt 6).


6. Wenn Sie etwas exportieren oder teilen

Nautly kann aus Ihren Daten Dokumente erzeugen: ein Törn-Logbuch als PDF, ein Tages-Logbuch, ein Sicherheitsbriefing, Packlisten, einen Crew-Nachweis, einen Skipper-Nachweis, eine CSV-Datei aller Törns und Ihre Törn-Daten zum Weitergeben.

Was danach mit einem solchen Dokument geschieht, bestimmen ausschliesslich Sie. Nautly übergibt es an die Teilen-Funktion von iOS; Sie entscheiden, ob es in eine E-Mail, in eine Nachricht, in eine Cloud-Ablage oder auf einen Drucker geht. Ab diesem Moment gelten die Bedingungen des von Ihnen gewählten Dienstes, und wir haben darauf keinen Einfluss.

Zwei Dinge, die Sie dabei wissen sollten:


7. Dienste Dritter, die Nautly nutzt

Nautly kontaktiert vier fremde Dienste (7.1, 7.3, 7.4 und 7.5); dazu kommt Apple — für das Wetter (7.2), für Karte, Ortsnamen und Hafensuche (7.6) und für Käufe (7.7). Keiner der vier fremden Dienste bekommt Ihren Namen, ein Konto oder eine Kennung Ihres Geräts — sie erhalten das, was für die Anfrage nötig ist, und Ihre IP-Adresse. Eine IP-Adresse ist technisch unvermeidbar: Ohne sie kann Ihnen kein Dienst antworten. Ein Punkt in diesem Abschnitt ist dagegen kein Dienst, den Nautly aufruft: Der Verweis auf Windy.com (7.8) öffnet sich erst, wenn Sie ihn antippen, und dann in Ihrem Browser — die App selbst nimmt dorthin keine Verbindung auf.

7.1 Seezeichen auf der Karte (OpenSeaMap) — ab Werk eingeschaltet

Über die Grundkarte legt Nautly eine Ebene mit nautischen Seezeichen. Diese Kacheln werden live von OpenSeaMap geladen, sobald Sie eine Karte ansehen — dieser Schalter steht ab Werk auf „an".

Übertragen wird dabei, welchen Kartenausschnitt Sie betrachten (Kachel-Koordinaten und Zoomstufe) sowie Ihre IP-Adresse. Kein Schlüssel, keine Kennung, kein Konto.

Warum wir das so deutlich hinschreiben: Es ist eine von zwei Übertragungen, die ohne Ihr Zutun stattfinden — Sie müssen nichts antippen, das Ansehen der Karte genügt. Die zweite ist der Wetterabruf (Abschnitt 7.2). Wer bei den Seezeichen mitliest, kann grob erkennen, für welches Seegebiet Sie sich interessieren. Sie können die Seezeichen-Ebene in der Karte abschalten; dann findet dieser Abruf nicht mehr statt.

7.2 Wetterdaten (Apples WeatherKit)

Für die Wetteranzeige bezieht Nautly die Daten von Apple — über WeatherKit, den Wetterdienst des Betriebssystems. Wir betreiben dafür keinen eigenen Server, und ein weiterer Anbieter ist daran nicht beteiligt.

Übertragen wird Ihre Position, gerundet auf zwei Nachkommastellen — ein Raster von rund 1.1 Kilometern (Abschnitt 4.3) —, zusammen mit der technischen Verbindungsangabe Ihres Geräts, insbesondere Ihrer IP-Adresse. Einen Namen, ein Konto und Angaben zu Ihrem Törn geben wir nicht mit. Die Anfrage stellt Nautly dabei nicht selbst zusammen: Die App übergibt die gerundete Position an eine Schnittstelle von iOS — was dabei technisch noch mitgeht, bestimmt Apple, nicht wir.

Dieselbe Position geht dabei ein zweites Mal an Apple — an den Ortsnamen-Dienst, damit Nautly Ihnen statt zweier Zahlen einen Ort anzeigen kann (Abschnitt 7.6). Auch diese Anfrage trägt die gerundete Position.

Apple ist damit der Empfänger Ihrer Wetterabfragen und verarbeitet sie nach seinen eigenen Datenschutzbestimmungen. Wo das geschieht, bestimmt Apple — den Verarbeitungsstaat können wir Ihnen nicht nennen. Und wir nennen Ihnen auch keine Aufbewahrungsfrist: Wie lange Apple eine solche Anfrage behält, wissen wir nicht. Wir schreiben das lieber hin, als eine Zahl zu nennen, für die wir keinen Beleg haben.

Wann dieser Abruf stattfindet — und hier müssen wir genauer werden, als der Abschnittstitel vermuten lässt: Nautly fragt das Wetter nicht nur dann ab, wenn Sie es antippen. Sobald Sie die Karte oder eine Wetterkachel öffnen, ruft die App das Wetter für Ihre aktuelle Position ab und wiederholt das etwa alle zehn Minuten; zusätzlich wird neu abgefragt, wenn Sie sich um mehr als rund fünf Kilometer bewegt haben. Auf einer längeren Fahrt entstehen so viele einzelne Positionsmeldungen an denselben Empfänger — mehr als eine einzelne Standortabfrage.

Diese Wiederholung ist in der App nicht daran geknüpft, dass die Karte auf dem Bildschirm zu sehen ist. Nautly zeichnet während eines Törns im Hintergrund weiter auf, und der Wetterabruf ist davon nicht getrennt geschaltet. Wir sichern Ihnen deshalb nicht zu, dass diese Abrufe aufhören, sobald Sie die App aus dem Bildschirm nehmen oder das Display sperren — ob und wie lange iOS eine App im Hintergrund rechnen lässt, entscheidet das Betriebssystem, nicht wir.

Ohne Netzverbindung findet kein Wetterabruf statt. Wenn Sie diese Abrufe unterbinden wollen, genügt es nicht, die Wetteranzeige nicht zu benutzen. Der Abruf setzt voraus, dass Nautly Ihre Position kennt: Entziehen Sie Nautly die Ortungsfreigabe (Abschnitt 10.8), erhält die App keine Position mehr — dann laufen allerdings auch Spuraufzeichnung, Ankerwache und Mann-über-Bord nicht mehr (Abschnitt 4.2). Sicher beendet ist jeder Abruf, wenn Sie Nautly ganz schliessen.

7.3 Währungskurse (Frankfurter)

Für das Umrechnen von Beträgen ruft Nautly aktuelle Wechselkurse beim Dienst Frankfurter ab (api.frankfurter.dev). Übertragen wird dabei nur die Anfrage nach der aktuellen Kursliste, zusammen mit Ihrer IP-Adresse. Welche Währungen Sie umrechnen und welche Beträge Sie eingeben, erfährt dieser Dienst nicht, und eine Ortsangabe geht nicht an ihn.

Der Währungsrechner als Ganzes arbeitet aber nicht ortsunabhängig, und das schreiben wir hier hin: Damit er die Währung Ihres Aufenthaltslandes bestimmen kann, gibt Nautly Ihre Position an Apple — gerundet, wie in Abschnitt 4.3 beschrieben (Abschnitt 7.6). Diese Angabe geht an Apple, nicht an Frankfurter. Ohne Ortungsfreigabe unterbleibt sie; die Kurse ruft Nautly auch dann ab.

7.4 Offline-Karte herunterladen (Geoapify)

Wenn Sie ein Seegebiet für die Offline-Nutzung herunterladen, bezieht Nautly die Kartenkacheln von Geoapify (auf Grundlage von OpenStreetMap-Daten).

Das geschieht ausschliesslich, wenn Sie den Download selbst starten. Die heruntergeladene Grundkarte lädt danach nichts mehr nach: Sie zeigt, was bereits auf Ihrem Gerät liegt. Die Seezeichen-Ebene aus Abschnitt 7.1 gehört nicht dazu — sie lädt auch im Offline-Modus weiter live, solange Sie sie nicht abschalten. Wenn Sie unterwegs wirklich nichts senden wollen, schalten Sie die Seezeichen zusätzlich aus.

Übertragen werden der Kartenausschnitt, Ihre IP-Adresse und ein Zugangsschlüssel, der die App als Ganzes ausweist — nicht Sie. Es werden keine Cookies gesetzt und nichts wiedererkennbar abgelegt.

7.5 Satelliten- und Himmelsdaten (N2YO)

Im Auslieferungszustand geht hier nichts hinaus. Sonne, Mond, Dämmerung und Planeten berechnet Nautly vollständig auf Ihrem Gerät — auch ohne Netz.

Die Anzeige der Überflüge der Raumstation ist die einzige Astro-Funktion, die ins Netz geht, und sie tut es erst, wenn Sie selbst einen kostenlosen Zugangsschlüssel von n2yo.com eingetragen haben (Einstellungen → „Astro & ISS"). Mit der App wird kein Schlüssel ausgeliefert. Solange Sie keinen eintragen, verlässt für diese Funktion kein einziges Datum Ihr Gerät.

Haben Sie einen Schlüssel eingetragen, wird bei jedem Abruf Ihr aktueller Standort — auf zwei Nachkommastellen gerundet, also auf rund 1.1 Kilometer genau (Abschnitt 4.3) — an den Dienst N2YO in den USA übermittelt; er ist nötig, um zu berechnen, wann die Station von Ihrem Ort aus sichtbar ist. Mitgesendet wird ausserdem Ihr Schlüssel. Weitere Angaben zu Ihrer Person, Ihrem Gerät oder Ihrem Törn werden nicht übertragen. Das Ergebnis wird auf Ihrem Gerät abgelegt und 10 Tage lang verwendet, damit nicht bei jedem Öffnen neu angefragt wird; diese Datei enthält die Koordinaten des letzten Abrufs und wird nach Ablauf der 10 Tage nicht gelöscht, sondern nur nicht mehr verwendet (Abschnitt 4.5).

Das ist eine Übertragung in die USA. Sie findet nur statt, wenn Sie diese Funktion bewusst einrichten. Es ist eine von zwei Stellen, an denen wir den Empfängerstaat sicher benennen können — die andere ist der Verweis auf Windy.com (Abschnitt 7.8). Wo Apple die Anfragen aus den Abschnitten 7.2 und 7.6 verarbeitet, bestimmt dagegen Apple.

7.6 Karte, Ortsnamen und Hafensuche (Apple)

Die Grundkarte in Nautly wird über die Kartendienste von Apple dargestellt. Beim Laden von Kartenmaterial verarbeitet Apple die dafür technisch nötigen Angaben nach seinen eigenen Datenschutzbestimmungen.

Apple bekommt dabei mehr als den Kartenausschnitt, und das schreiben wir hier ausdrücklich hin:

Apple ist ein eigenständiges Unternehmen und damit ein Empfänger dieser Angaben, kein Teil von Nautly. Apple verarbeitet sie nach seinen eigenen Datenschutzbestimmungen. Wir erhalten davon nichts und speichern kein Ergebnis bei uns.

Auch Ihre Wetterabfragen gehen an Apple — sie stehen in Abschnitt 7.2, weil sie von selbst laufen und deshalb eine eigene Erklärung verdienen.

7.7 Käufe (Apple)

Wenn Sie in Nautly etwas kaufen, wird der Kauf vollständig von Apple abgewickelt. Ihre Zahlungsdaten gehen an Apple, nicht an uns; wir sehen sie nie. Wir erhalten von Apple nur zusammengefasste Verkaufsauswertungen ohne Bezug zu einzelnen Personen. Für die Zahlungsabwicklung gilt die Datenschutzerklärung von Apple.

7.8 Der Verweis auf Windy.com — nur, wenn Sie ihn antippen

Auf der Wetterkachel steht ein Verweis „Mehr auf Windy.com". Er führt auf eine Wetterkarte des Anbieters Windyty, SE, Strakonická 3363/2d, 150 00 Prag 5, Tschechien.

Nautly ruft windy.com zu keinem Zeitpunkt selbst auf. Die App setzt nur die Adresse zusammen und legt sie unter den Verweis. Erst wenn Sie ihn antippen, öffnet Ihr Browser die Seite — und von da an sind Sie dort zu Gast und nicht mehr in Nautly.

Die Adresse trägt dabei Ihre Position als Koordinaten, damit die Karte gleich Ihr Seegebiet zeigt. Sie ist gerundet — je nach App-Version auf rund hundert Meter oder auf rund einen Kilometer. Wir nennen Ihnen hier eine Spanne statt einer Zahl, weil ältere Fassungen der App eine genauere Position übergeben als die neueren. Es ist nicht dieselbe Rundung wie beim Wetterabruf (Abschnitt 4.3).

Weil Ihr Browser die Seite lädt, erfährt der Anbieter ausserdem Ihre IP-Adresse und das, was Ihr Browser von sich aus mitsendet. Damit gehen diese Angaben nach Tschechien — ein Staat, dem der Bundesrat einen angemessenen Datenschutz bescheinigt (Anhang 1 Ziffer 37 der Datenschutzverordnung). Windyty, SE ist ein eigenständiges Unternehmen und verarbeitet diese Angaben nach seinen eigenen Datenschutzbestimmungen. Wir erhalten davon nichts und erfahren auch nicht, ob Sie den Verweis überhaupt benutzt haben. Eine Aufbewahrungsfrist nennen wir Ihnen nicht: Wie lange der Anbieter einen solchen Aufruf behält, wissen wir nicht.

Wenn Sie das nicht wollen, tippen Sie den Verweis nicht an. Das ist die ganze Massnahme — es gibt nichts abzuschalten, weil ohne Ihren Fingerdruck nichts hinausgeht.


8. Angaben über andere Personen — Ihre Crew

Das ist der Abschnitt, bei dem wir Sie ausdrücklich in die Pflicht nehmen.

Nautly erlaubt Ihnen, Angaben über andere Menschen zu führen — und deutlich mehr als nur deren Namen. Ein Crew-Eintrag kann aufnehmen:

GruppeFelder
PersonName, Geburtsdatum, Foto
AnschriftAdresse, Postleitzahl, Ort, Land
KontaktTelefonnummern, E-Mail-Adressen, Verknüpfung zu Ihren iOS-Kontakten
AusweisAusweisnummer, Ausweisland, Ablaufdatum
QualifikationFührerschein- und Lizenzangaben
An BordRolle, gefahrene Seemeilen, Häfen

Daraus kann Nautly einen Crew-Nachweis erzeugen.

Bitte überlegen Sie bei jedem dieser Felder, ob Sie es wirklich brauchen. Ausweisnummer und Geburtsdatum einer anderen Person sind keine Kleinigkeit: Sie sind zwar keine besonders schützenswerten Daten im Sinne des Gesetzes, aber sie identifizieren einen Menschen sehr genau. Ein Feld, das Sie leer lassen, müssen Sie später weder schützen noch löschen.

Wie diese Daten behandelt werden:

Was das für Sie bedeutet:

Wenn Sie Nautly rein privat nutzen — Familientörn, Freundeskreis, eigenes Boot —, gilt Ihre Datenbearbeitung als persönliche Angelegenheit; die Datenschutzgesetze stellen Sie dafür weitgehend frei (Art. 2 Abs. 2 lit. c DSGVO, Art. 2 Abs. 2 lit. a revDSG).

Sobald Sie Nautly aber beruflich oder geschäftlich einsetzen — als Charterskipper, als Bootsschule, als Ausbildungsbetrieb —, sind Sie für die Daten Ihrer Crew datenschutzrechtlich verantwortlich, nicht wir. Dann gilt:

Wir stellen Ihnen das Werkzeug bereit. Was Sie hineinschreiben und an wen Sie es weitergeben, entscheiden und verantworten Sie.

Wie Sie Crew-Angaben wieder loswerden — und was dabei stehen bleibt, steht in Abschnitt 10.4. Lesen Sie ihn, bevor Sie sich darauf verlassen, dass ein gelöschter Crew-Eintrag alles mitnimmt. Er tut es nicht.


8.1 Die Sicherheitseinweisung — und ihr Bemerkungsfeld

Die Sicherheitseinweisung hält fest, wer wann worüber eingewiesen wurde. Sie speichert dazu: den Namen der durchführenden Person, den Ort, den Zeitpunkt, eine Liste der Teilnehmernamen, den Stand der 24 Einweisungspunkte — und ein freies Bemerkungsfeld.

Nautly fragt an keiner Stelle nach Gesundheitsangaben. Es gibt kein Feld für Allergien, Medikamente, Schwimmfähigkeit, Notfallkontakte oder Ähnliches, und die 24 Einweisungspunkte betreffen ausnahmslos Ausrüstung und Verfahren an Bord — die Bordapotheke, nicht den Gesundheitszustand eines Menschen.

Aber das Bemerkungsfeld ist frei, und darauf müssen wir Sie hinweisen:

Was Sie in „Weitere Bemerkungen" schreiben, bestimmen Sie. Tragen Sie dort eine Angabe über die Gesundheit einer Person ein — „verträgt kein Penicillin", „kann nicht schwimmen" —, dann sind das besonders schützenswerte Daten. Für die gelten strengere Regeln als für einen Namen.

Was das praktisch heisst:

Unser Teil davon: Wir erheben diese Daten nicht, wir fragen nicht danach, wir werten sie nicht aus und wir sehen sie nie. Wir stellen ein Notizfeld bereit — und sagen Ihnen, was daraus werden kann.


9. Datensicherheit und iCloud

9a — Wo Ihre Daten liegen

Ihre Daten liegen im geschützten Speicherbereich der App auf Ihrem iPhone. Sie sind durch die Sicherheitsmechanismen von iOS geschützt — insbesondere durch die Geräteverschlüsselung, die aktiv ist, solange Sie einen Gerätecode gesetzt haben. Andere Apps können auf diesen Bereich nicht zugreifen.

Nautly gleicht Ihre Daten nicht mit iCloud ab. Es gibt keinen Abgleich, den Sie einschalten könnten, und keinen, der im Hintergrund liefe.

Das hat eine Folge, die Sie kennen sollten: Wenn Sie die App löschen, sind Ihre Törns weg, sofern Sie sie nicht vorher exportiert oder gesichert haben.

9a-1 — Ihr iPhone-Backup: hier liegen Ihre Daten doch bei Apple

Das ist der Punkt, an dem der Satz „alles bleibt auf Ihrem Gerät" endet, und wir sagen es deshalb ausdrücklich.

Nautlys Datenbank und Ihre Fotokopien sind nicht vom Backup ausgenommen. Wenn Sie in den iOS-Einstellungen ein Backup Ihres iPhones eingeschaltet haben — sei es in iCloud oder auf einen Computer —, dann sind Ihre Törns, Ihre Positionsspuren, Ihre Logbucheinträge, Ihre Crew-Angaben, Ihre Fotos und die weiteren gespeicherten Positionen aus Abschnitt 4.5 Teil dieses Backups — wie der übrige Datenbestand der App auch. Bei einem iCloud-Backup liegen sie damit auf Apples Servern.

Zwei Dinge dazu, und beide gehören zusammen:

Ausdrücklich vom Backup ausgenommen sind allein die heruntergeladenen Kartenausschnitte. Das hat keinen Datenschutz-Grund: Sie sind gross, und man kann sie jederzeit neu laden. Ausserhalb des Backups liegen ausserdem die Arbeitskopien Ihrer Exporte (Abschnitt 10.7a) — das folgt aus ihrem Ablageort, nicht aus einer Entscheidung von uns.


10. Wie lange Daten bleiben — und wie Sie sie löschen

10.1 Der Grundsatz

Wir bewahren nichts auf, weil wir nichts erhalten. Ihre Daten liegen auf Ihrem iPhone; wie lange sie dort bleiben, bestimmen Sie. Nautly löscht von sich aus nichts, und es gibt keine Frist, nach der etwas von selbst verschwindet.

WasWie lange
Törns, Spuren, Fotos, Crew-AngabenBis Sie sie löschen
Exportierte DokumenteAusserhalb von Nautly, nach Ihren Regeln
Arbeitskopien Ihrer ExporteBis Sie die App löschen (10.7a)
Wetterabrufe bei AppleBestimmt Apple; uns ist keine Frist bekannt (7.2)
Ihr Besuch auf windy.comBestimmt Windyty, SE; uns ist keine Frist bekannt (7.8)
Technische SicherungsdateienSiehe Abschnitt 10.7
E-Mails an support@nautly.ch12 Monate nach dem letzten Kontakt

10.2 Einen Törn löschen

Im Logbuch wischen Sie die Törn-Zeile nach links, tippen „Löschen" und bestätigen die Rückfrage.

Die Löschung ist sofort und endgültig. Es gibt keinen Papierkorb und keine Wiederherstellung.

Ihre aufgezeichnete Spur verschwindet mit dem Törn. Sie wird nicht getrennt aufbewahrt, sondern ist Teil des Törns selbst — ist der Törn weg, ist die Spur weg. Ebenso verschwinden die Positionen der Logbuch-Einträge dieses Törns und die Aufnahmeorte seiner Fotos.

Mit dem Törn verschwinden ausserdem seine Logbuch-Einträge, seine Fotos samt der Bilddateien auf dem Gerät, die Crew-Zuordnungen, die Tagespläne, die Schiffskontrollen und die Seemeilen-Datensätze dieses Törns.

Was dabei bestehen bleibt — bitte lesen Sie das, bevor Sie sich darauf verlassen:

10.3 Ein Foto löschen

Langer Druck auf ein Foto und „Aus Törn entfernen" — oder „Auswählen", mehrere markieren und gemeinsam entfernen.

Nautly löscht dabei seine eigene Kopie vollständig: den Datensatz mit Bildunterschrift und Aufnahmezeit und die Bilddatei auf dem Gerät. Das Original in Ihrer iOS-Fotomediathek bleibt unangetastet — Nautly fasst Ihre Mediathek beim Entfernen nicht an.

Bitte nicht verwechseln: Der Bereich „Zu löschen" im Bilder-Tab ist kein Papierkorb für Nautlys Fotos. Er ist eine Merkliste von Bildern aus Ihrer iOS-Fotomediathek, die Sie beim Durchsehen zum späteren Löschen vorgemerkt haben. Nautly speichert darin nur die Kennungen dieser Bilder, keine Bilder selbst. Diese Liste leert sich nicht von allein — sie bleibt bestehen, bis Sie sie abarbeiten.

10.4 Ein Crew-Mitglied löschen

Wischen in der Crew-Liste, oder im Detail über „Bearbeiten" und „Crewmitglied löschen".

Was dabei vollständig und unwiderruflich verschwindet: Adresse, Postleitzahl, Ort und Land · Telefonnummern · E-Mail-Adressen · Geburtsdatum · Ausweisnummer, Ausweisland und Ablaufdatum · Führerschein- und Lizenzangaben · das hinterlegte Foto · die Verknüpfung zu Ihrem iOS-Kontakt. Der gesamte Personendatensatz ist danach weg.

Was bestehen bleibt: In den Törns, auf denen die Person mitgefahren ist, bleiben ihr Name, ihre Rolle an Bord, die dort gefahrenen Seemeilen und die Häfen gespeichert. Ebenso bleibt ihr Name in einer Sicherheitseinweisung, an der sie teilgenommen hat.

Warum das so ist: Ein Logbuch hält fest, was geschehen ist. Würde das Löschen eines Kontakteintrags rückwirkend die Törns umschreiben, wäre die Aufzeichnung wertlos — und die betroffene Person verlöre zugleich den Nachweis über ihre eigenen Seemeilen, den sie für ihre Fahrpraxis braucht.

Wenn Sie auch den Namen entfernen wollen, müssen Sie die Törns löschen, auf denen die Person geführt ist (Abschnitt 10.2). Einen anderen Weg dafür gibt es heute nicht.

Wichtig, wenn Sie Nautly beruflich einsetzen: Dann sind Sie für die Daten Ihrer Crew verantwortlich (Abschnitt 8). Verlangt ein Crew-Mitglied die Löschung seiner Daten, genügt das Löschen des Crew-Eintrags dafür nicht — Sie müssen zusätzlich die betroffenen Törns löschen.

10.5 Eine Sicherheitseinweisung löschen

Unter Mehr → Sicherheit → Sicherheitseinweisung stehen alle Einweisungen — auch die, deren Törn Sie gelöscht haben. Wischen Sie die Zeile nach links und bestätigen Sie: Die Einweisung ist damit unwiderruflich weg, samt Teilnehmernamen und Bemerkungsfeld.

Das ist der direktere Weg, wenn Sie nur die Namen aus einer Einweisung entfernen wollen — er kostet Sie nicht den ganzen Törn.

10.6 Alles löschen

In der App gibt es heute keinen Weg, alle Daten auf einmal zu löschen. Sie löschen einzeln — Törn für Törn, Foto für Foto, Crew-Eintrag für Crew-Eintrag.

Mehrere Bestände lassen sich in der App überhaupt nicht einzeln löschen:

Für drei Bestände gibt es dagegen einen Weg, und wir nennen ihn, weil man ihn nicht vermuten würde (Abschnitt 4.5): Die Liste der aufgelösten Ortsnamen wird bei jeder Törn-Löschung geleert. Der Ort Ihres letzten Wetterabrufs verschwindet, sobald Sie Ihren letzten Törn löschen. Und die Akte eines Mann-über-Bord-Vorfalls löschen Sie je Vorfall, indem Sie den Eintrag unter Mehr → Sicherheit → MOB-Vorfälle nach links wischen.

Der vollständige Weg ist das Löschen der App. Da Nautly Ihre Daten nicht mit iCloud abgleicht, liegen sie ausnahmslos im geschützten Speicherbereich der App auf Ihrem Gerät. Wenn Sie Nautly vom iPhone löschen, entfernt iOS diesen Bereich vollständig — mitsamt der Datenbank, der Bilddateien, der Kartenausschnitte und der technischen Sicherungsdateien aus Abschnitt 10.7.

Zwei Dinge, die davon nicht erfasst werden:

Ein „Alle Daten löschen" innerhalb der App ist vorgesehen, aber noch nicht gebaut. Wir schreiben das hier hin, statt es zu verschweigen.

10.7 Kurzlebige technische Dateien

Während einer laufenden Aufzeichnung legt Nautly drei technische Dateien ausserhalb der Datenbank an — ein Absturz-Netz, ein Journal mit einer Zeile je Spurpunkt und ausgelagerte Abschnitte Ihrer Spur. Sie enthalten Positionsdaten und dienen allein dazu, Ihre Aufzeichnung bei einem Absturz nicht zu verlieren.

Wenn Sie einen Törn regulär beenden, werden sie dabei entfernt. Der Fall, in dem etwas zurückbleibt, ist eng: Sie löschen einen Törn, während er noch aufgezeichnet wird. Dann verschwinden die Dateien nicht sofort mit ihm — die Spur-Abschnitte werden beim Start der nächsten Aufzeichnung überschrieben, das Absturz-Netz samt Journal innerhalb eines Tages nach dem letzten Eintrag.

In beiden Fällen gilt: Diese Dateien bleiben im geschützten Speicherbereich der App auf Ihrem Gerät und werden von uns zu keinem Zeitpunkt abgerufen. Mit dem Löschen der App sind sie weg.

Eine weitere Datei liegt hier, gehört aber nicht in diese Kategorie: Die gespeicherten Daten der Satellitenanzeige (Abschnitt 7.5) enthalten die Koordinaten des letzten Abrufs. Sie sind nicht kurzlebig — nach 10 Tagen werden sie nicht mehr verwendet, aber nicht gelöscht (Abschnitt 4.5).

Diese Dateien sind, wie der übrige Datenbestand, Teil eines eingeschalteten iPhone-Backups (Abschnitt 9a-1).

10.7a Arbeitskopien Ihrer Exporte

Wenn Nautly ein Dokument für Sie erzeugt — ein Logbuch-PDF, einen Törn-Export, eine Packliste, einen Skipper-Nachweis —, legt es die Datei zuerst im Arbeitsbereich der App ab und übergibt sie von dort an die Teilen-Funktion von iOS. Diese Arbeitskopie bleibt danach liegen: Nautly löscht sie heute nicht von selbst, und es gibt in der App keinen Weg, sie einzeln zu entfernen. Sie enthält denselben Inhalt wie das Dokument, das Sie geteilt haben — je nach Dokument also auch die Namen Ihrer Crew und Ihre Positionen.

Diese Arbeitskopien liegen im geschützten Speicherbereich der App und werden von uns zu keinem Zeitpunkt abgerufen. Sie sind nicht Teil eines iPhone-Backups. Mit dem Löschen der App sind sie weg (Abschnitt 10.6). Ob und wann iOS diesen Bereich von sich aus leert, bestimmt das System; verlassen sollten Sie sich nicht darauf.

Dass diese Kopien liegen bleiben, ist kein gewolltes Verhalten, sondern eine offene Baustelle. Wir schreiben es hin, statt es zu verschweigen.

10.8 Freigaben widerrufen

Die Freigaben für Ortung, Fotomediathek und Mitteilungen widerrufen Sie jederzeit in den iOS-Einstellungen; Abschnitt 12 sagt, welche es gibt und wofür sie da sind. Ein Widerruf beendet die künftige Erfassung — bereits gespeicherte Daten löschen Sie über die Wege in diesem Abschnitt.


11. Ihre Rechte

Sie haben — je nach anwendbarem Recht — das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung beziehungsweise Vernichtung, Einschränkung der Bearbeitung, Herausgabe Ihrer Daten und Widerspruch.

Für Ihre Daten in Nautly üben Sie diese Rechte unmittelbar in der App aus: Sie sehen alle Ihre Daten dort, Sie können sie ändern, exportieren und löschen. Dafür brauchen Sie uns nicht — und wir könnten Ihnen dabei auch nicht helfen, weil wir Ihre Daten nicht haben.

Wenn Sie uns schreiben, bearbeiten wir die Daten aus Ihrer Nachricht; darauf beziehen sich Ihre Rechte uns gegenüber.

Fundstellen: Auskunft Art. 25 revDSG / Art. 15 DSGVO · Berichtigung Art. 32 Abs. 1 revDSG / Art. 16 DSGVO · Löschung und Vernichtung Art. 32 Abs. 2 lit. c revDSG / Art. 17 DSGVO · Einschränkung Art. 18 DSGVO · Datenherausgabe Art. 28 revDSG / Art. 20 DSGVO · Widerspruch Art. 21 DSGVO.

Aufsicht. In der Schweiz können Sie beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) Anzeige erstatten (Art. 49 Abs. 1 revDSG), edoeb.admin.ch. In der EU steht Ihnen die Beschwerde bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde offen (Art. 77 DSGVO).


12. Berechtigungen, die Nautly anfragt

BerechtigungWofür
OrtungsdiensteSpuraufzeichnung, Ankerwache, Mann über Bord
Ortung im HintergrundWeiteraufzeichnen bei gesperrtem Display
FotomediathekVon Ihnen ausgewählte Bilder übernehmen
MitteilungenAlarm der Ankerwache, Sicherheitshinweise, Erinnerungen und Rückfragen zu Ihrer Fahrt
BewegungsdatenKrängungsmesser (Klinometer) — Anzeige der Bootsneigung

Sie können jede dieser Freigaben in den iOS-Einstellungen jederzeit widerrufen. Die davon abhängigen Funktionen stehen danach nicht mehr zur Verfügung.

Zu den Bewegungsdaten im Einzelnen: Nautly nutzt den Bewegungssensor ausschliesslich für den Krängungsmesser und nur, solange dessen Ansicht geöffnet ist. Die gemessenen Neigungswerte werden weder gespeichert noch übertragen — sie bestehen nur, solange Sie hinsehen. Einen Schrittzähler oder Höhenmesser benutzt Nautly nicht, und im Hintergrund werden keine Bewegungsdaten erfasst.

Zu den Mitteilungen im Einzelnen: Nautly stellt fünf Arten von Mitteilungen zu — den Alarm der Ankerwache und der Mann-über-Bord-Funktion, die Warnung bei niedrigem Akkustand, fällige Wartungserinnerungen, den Geburtstag eines Crewmitglieds (dabei steht dessen Name in der Mitteilung) und die Rückfrage nach dem Antrieb. Alle diese Mitteilungen entstehen auf Ihrem Gerät. Nautly benutzt keinen Push-Dienst, meldet Ihr Gerät bei keinem Server an und überträgt für eine Mitteilung nichts nach aussen.

Die Rückfrage nach dem Antrieb kommt nur, während eine Aufzeichnung läuft, und sie ruht zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. In Regionen, in denen die Sonne wochenlang nicht untergeht oder nicht aufgeht, gibt es diese Ruhezeit nicht — dort kann die Frage auch nachts kommen. Sie entsteht daraus, dass die App an Ihrer laufenden Aufzeichnung bemerkt, dass eine Fahrt begonnen hat oder zu Ende gegangen ist. In der Mitteilung selbst steht weder eine Position noch eine Uhrzeit noch eine Strecke — sie enthält die Frage und die Antwortmöglichkeiten. Sie können direkt in der Mitteilung antworten, ohne die App zu öffnen. Erlauben Sie keine Mitteilungen, geht nichts verloren: Die Frage wartet dann beim nächsten Öffnen in der App.

Ob eine Mitteilung bei gesperrtem Bildschirm mit ihrem Text sichtbar ist, bestimmen Sie in den iOS-Einstellungen unter Mitteilungen → Vorschau zeigen.

Ihr Adressbuch fragt Nautly nicht ab. Wollen Sie ein Crewmitglied aus Ihren Kontakten anlegen, öffnet iOS ein eigenes Auswahlfenster. Nautly bekommt daraus nur den einen Kontakt, den Sie antippen — nie Ihr Adressbuch, und es entsteht dafür auch keine Berechtigung, die Sie später widerrufen müssten. Übernommen werden Vorname, Nachname, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Postadresse und Geburtstag, und nur in Felder, die noch leer sind. Eine spätere Änderung im Adressbuch wandert nicht von selbst in Nautly nach.


13. Kinder

Nautly richtet sich nicht an Kinder und erhebt wissentlich keine Daten von Kindern. Wenn Sie als Skipper Angaben über minderjährige Crew-Mitglieder führen, gilt Abschnitt 8 — und mit besonderer Sorgfalt.


14. Änderungen

Wir passen diese Erklärung an, wenn sich die Datenbearbeitung ändert. Es gilt die jeweils hier veröffentlichte Fassung.

Stand: 19. September 2026


15. Kontakt

Fragen zum Datenschutz: support@nautly.ch